Nachhaltigkeit

Erfolgreicher Auftakt für den Erhalt von Kulturlandschaft und Biodiversität

28.01.2026, 10:18 | Better Climate

Der Verein Naturkultur hat im Sommer 2025 mit finanzieller Unterstützung des Alpiq Ökofonds und weiterer Partner die erste Etappe eines mehrjährigen Trockenmauersanierungsprojekts auf der Stallflue oberhalb von Lommiswil (Kanton Solothurn, Schweiz) erfolgreich abgeschlossen. Ziel des Projekts ist die fachgerechte Sanierung der historischen Trockensteinmauer, die als prägendes Landschaftselement nicht nur das Kulturerbe bewahrt, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität leistet.


Im Rahmen des Pilotjahres wurden im August und September 2025 während drei Wochen rund 60 Meter der insgesamt 500 Meter langen Trockensteinmauer auf der Südseite der Stallflue saniert. Die Arbeiten erfolgten unter der Leitung professioneller Trockenmaurer des Vereins Naturkultur, unterstützt von engagierten Freiwilligen aus der Region Selzach/Solothurn. Das verwendete Steinmaterial stammte aus dem lokalen Steinbruch Firsi in Grenchen und wurde mit Unterstützung des Forstbetriebs Leberberg auf die exponierte Baustelle transportiert.

Vermittlung traditionellen Handwerks

Ein Anliegen des Projekts war die Vermittlung des traditionellen Handwerks: Die Freiwilligen erhielten die Möglichkeit, unter fachkundiger Anleitung das Trockenmauern von Grund auf zu erlernen – von der Auswahl und Bearbeitung der Steine bis zum fachgerechten Aufbau der Mauer. Neben der handwerklichen Erfahrung bot das Projekt den Teilnehmenden auch eine wertvolle Auszeit in der Natur, förderte den Austausch und das Gemeinschaftsgefühl.

Mit dem Engagement des Alpiq Ökofonds möchten wir einen aktiven Beitrag zum Erhalt wertvoller Kulturlandschaften und zur Förderung der Biodiversität in der Schweiz leisten.

Reto Fedeli, Verantwortlicher Alpiq Ökofonds

Beitrag zum Erhalt der Biodiversität 

Die sanierte Trockensteinmauer verläuft entlang des Jurahöhen-Wanderwegs und des bekannten Planetenwegs und ist für Wandernde gut sichtbar. Sie schützt Mensch und Tier vor Abstürzen und wirkt Schneeverwehungen entgegen. Durch gezielte Massnahmen – wie das Schaffen von Durchgängen und Nistplätzen für Kleintiere, den Erhalt von Stauden und Bäumen sowie die Verwendung von lokalem Steinmaterial – trägt das Projekt aktiv zum Erhalt der Biodiversität bei.

Die Finanzierung des Projekts wurde durch Beiträge verschiedener Institutionen, darunter der Alpiq Ökofonds, das Bundesamt für Umwelt (BAFU), das Amt für Raumplanung Kanton Solothurn und der Fonds Landschaft Schweiz, sichergestellt. Die Pilotphase 2025 bildet die Grundlage für die weitere Sanierung der gesamten Mauer, die über insgesamt vier Jahre bis 2028 geplant ist.

„Mit dem Engagement des Alpiq Ökofonds möchten wir einen aktiven Beitrag zum Erhalt wertvoller Kulturlandschaften und zur Förderung der Biodiversität in der Schweiz leisten. Das Projekt auf der Stallflue verbindet Naturschutz, Freiwilligenarbeit und regionale Identität auf vorbildliche Weise. Wir freuen uns, Teil dieses nachhaltigen Engagements zu sein und das Projekt in den nächsten Jahren weiter zu unterstützen“, sagt Reto Fedeli, Verantwortlicher Alpiq Ökofonds.

Impressionen

Nächste Etappe im Sommer 2026

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Pilotphase ist die Fortsetzung des Projekts bereits in Planung. In den kommenden Jahren sollen weitere Abschnitte der Trockensteinmauer saniert werden, um bis Ende 2028 die gesamte, rund 500 Meter lange Mauer zu erneuern. Für die nächste Etappe im Sommer 2026 ist vorgesehen, die Zahl der Maurer und Einsatzwochen zu erhöhen und zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen entlang der exponierten Baustelle zu treffen. Das bereits gelagerte Steinmaterial steht für die Fortsetzung bereit. Der Verein Naturkultur setzt weiterhin auf die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern, Freiwilligen und Förderinstitutionen, um das Projekt erfolgreich weiterzuführen und die einzigartige Kulturlandschaft der Stallflue für kommende Generationen zu erhalten. 

Freiwillige gesucht

Wer Interesse hat, bei der Sanierung von Trockenmauern auf der Stallflue bei der Freiwilligenarbeit mitzuhelfen, wendet sich an den «Verein Naturkultur - Interkulturelles Lernen durch Naturarbeit und Begegnung». Im Jahr 2026 sind die Sanierungsarbeiten vom 17. August bis 3. September geplant – mehr unter https://www.nakultur.ch/.

Über den Alpiq Ökofonds

Der Alpiq Ökofonds dient der finanziellen Unterstützung von Projekten zur ökologischen Aufwertung und Verbesserung der Biodiversität in der Schweiz, insbesondere im Bereich Wasser. Die Mittel stammen aus dem Verkauf von Herkunftsnachweisen des naturemade-star-zertifizierten Laufwasserkraftwerks Ruppoldingen der Alpiq Hydro Aare. Der Fonds wurde 2010 ins Leben gerufen und hat seitdem mit mehr als 8 Millionen CHF rund 150 Projekte zur Schaffung, Erhaltung oder Wiederbelebung wertvoller Lebensräume für Tiere und Pflanzen unterstützt. Für jeden verkauften Herkunftsnachweis aus dem Wasserkraftwerk Ruppoldingen fliessen zweckgebundene Gelder in den Fonds. Diese kommen direkt der Natur und Umwelt zugute.