Wie lässt sich bei zunehmender Wasserknappheit ein Ausgleich zwischen Stromerzeugung, Wasserversorgung, Bewässerung, Hochwasserschutz und dem Erhalt von Ökosystemen schaffen?
Es gibt keine einheitliche Antwort. Die Bedürfnisse können sich ergänzen, aber auch miteinander konkurrieren, insbesondere wenn Wasser knapp wird. Daher ist es notwendig, über fundierte Kenntnisse der verfügbaren Mengen und des Bedarfs zu verfügen, die verschiedenen betroffenen Akteure einzubeziehen und transparente Regeln für die Koordination und Priorisierung festzulegen. Derzeit beruhen diese Abwägungen noch weitgehend auf pragmatischen Vereinbarungen, die auf lokaler Ebene getroffen werden. In Zukunft werden eine bessere Verknüpfung zwischen der Wasser- und der Energiepolitik sowie eine stärker integrierte Steuerung auf der Ebene der Wasserbauvorhaben, der Kantone und des Bundes erforderlich sein.
Welche Verpflichtungen geht Alpiq in diesem Bereich ein und wie können diese dazu beitragen, die Bewirtschaftung der Wasserkraftanlagen weiterzuentwickeln?
Alpiq kofinanziert gemeinsam mit der Universität Lausanne ein unabhängiges Forschungsprojekt zur Multifunktionalität alpiner Wasserkraftinfrastrukturen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht ein besseres Verständnis der bestehenden Nutzungen, ihrer Wechselwirkungen und der Regeln, die deren Bewirtschaftung regeln. Die Ergebnisse liefern somit wissenschaftliche Grundlagen für die Weiterentwicklung der Steuerung der Anlagen, insbesondere bei der Planung und Erneuerung von Konzessionen. Alpiq beabsichtigt, diesen Ansatz gemeinsam mit ihren Partnern und den betroffenen Gebietskörperschaften fortzusetzen, indem das Wissen über Ressourcen und Bedürfnisse vertieft, Zukunftsszenarien erarbeitet und Instrumente untersucht werden, die transparente Abwägungen sowie eine integrierte und zukunftsorientierte Wasserbewirtschaftung erleichtern.