Ad-hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR

Alpiq treibt Wachstumsstrategie voran und stärkt Flexibilitätsportfolio

27.08.2026, 06:45 | Ad-hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR
  • Alpiq hat ihre Strategie im ersten Halbjahr 2026 weiter vorwärtsgetrieben: Das Unternehmen hat das gesicherte Portfolio an Batterieenergiespeichersystemen (BESS) auf über 1000 MW erweitert, das Pumpspeicher-Projekt Navaleo in Spanien erworben und die finanzielle Flexibilität mithilfe einer Anleihenemission über 400 Mio. CHF gestärkt.

  • Das bereinigte EBITDA im ersten Halbjahr beträgt 163 Mio. CHF und liegt damit unter dem Vorjahreswert. Dies ist insbesondere auf niedrigere Strompreise, den Ausfall des Kernkraftwerks Gösgen und aussergewöhnlich trockene hydrologische Verhältnisse zurückzuführen.

  • Mit einem Netto-Finanzguthaben von 151 Mio. CHF bleibt Alpiq finanziell stark; fürs zweite Halbjahr 2026 wird eine Verbesserung des Ergebnisses erwartet.

  • Nach der Berichtsperiode markierte im Juli der Erwerb einer 90-Prozent-Beteiligung an Harmony Energy einen wichtigen Meilenstein in der Strategie von Alpiq bezüglich Flexibilitätslösungen in Europa.

Lausanne - Alpiq hat die Umsetzung ihrer auf Flexibilität, Speicher und kundenorientierte Energielösungen ausgerichteten Strategie fortgesetzt. Bis Ende Juni wuchs das gesicherte BESS-Portfolio europaweit auf mehr als 1000 MW an, davon 130 MW in Betrieb und 225 MW im Bau. Meilensteine waren die Integration der sich in Betrieb befindlichen 100-MW-Anlage Cheviré in Frankreich, die Sicherung der Netzanschlusskapazität für das 300-MW-Projekt Niedergösgen sowie der Erwerb des 535-MW-Pumpspeicher-Projekts Navaleo in Spanien, die erste bedeutende Investition in Wasserkraft von Alpiq ausserhalb der Schweiz. Über ihr Kundengeschäft und ihre Partnerschaften verbindet Alpiq europaweit Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, flexible Anlagen und Marktkompetenz und leistet damit einen Beitrag zur Versorgungssicherheit und zur Integration der Schweiz in den europäischen Energiemarkt. Investitionen in bestehende Wasserkraftanlagen und die erfolgte sichere Wiederinbetriebnahme des Kernkraftwerks Gösgen (KKG) unterstreichen das Engagement von Alpiq für eine zuverlässige und kohlenstoffarme Stromproduktion.

Wir haben deutliche Fortschritte in der Strategie-Umsetzung erzielt und operative sowie organisatorische Meilensteine erreicht. Dank den Mitarbeitenden, schlanken Strukturen und enger Zusammenarbeit ist Alpiq gut positioniert, Wachstumschancen zu nutzen, zur Versorgungssicherheit beizutragen und die Energiewende voranzutreiben.

Antje Kanngiesser, CEO Alpiq

Ergebnisrückgang aufgrund bekannter Faktoren

Im ersten Halbjahr 2026 betrug das bereinigte EBITDA 163 Mio. CHF. Der Rückgang gegenüber der Vorjahresperiode ist auf erwartete Einflussfaktoren zurückzuführen: niedrigere Strompreise, den längeren Ausfall des KKG und deutlich geringere Wasserzuflüsse infolge ausserordentlicher Trockenheit in den Alpen. Nach einem herausfordernden Jahresauftakt konnte das Ergebnis im zweiten Quartal verbessert werden. Im März nahm das KKG den Betrieb wieder auf und konnte daraufhin genauso wie das Kernkraftwerk Leibstadt (KKL), das zweite Schweizer Kernkraftwerk mit Alpiq-Beteiligung, die jährliche Revision erfolgreich abschliessen. Alpiq blieb finanziell stark und verzeichnete per Ende Juni ein Netto-Finanzguthaben von 151 Mio. CHF.

Alpiq platzierte Anleihen über 400 Mio. CHF, stärkte damit ihre finanzielle Flexibilität und verlängerte ihr Fälligkeitsprofil. Die Transaktion spiegelt das Vertrauen der Anleger wider und unterstützt Investitionen in Flexibilität, Speicher, Kundenlösungen und Wachstumschancen in ganz Europa.

Bereinigte Ergebnisse (ohne nicht operative Effekte)

Mio. CHFHalbjahr 1/2026Halbjahr 1/2025
Nettoumsatz3’0623’157
EBITDA163398
EBIT105335
Reinergebnis42247
Nettogeldfluss aus operativer Tätigkeit6263

Wir hatten im ersten Halbjahr wie erwartet Gegenwind. Unser starkes finanzielles Fundament ermöglicht es uns jedoch, die Wachstumsstrategie diszipliniert umzusetzen. Fürs zweite Semester erwarten wir eine Ergebnisverbesserung. Unsere jüngsten Portfolio-Ankündigungen zeigen unsere Entschlossenheit zur Umsetzung der Strategie.

Peter-Wim Gerssen, CFO Alpiq

Assets und Energy Solutions treiben die Strategie von Alpiq voran

Das Wertschöpfungselement Assets, einschliesslich Asset Trading, leistete erneut den grössten Beitrag und generierte ein bereinigtes EBITDA von 205 Mio. CHF. Die tieferen Ergebnisse aus Kernenergie- und Wasserkraftproduktion wurden teilweise durch höhere Beiträge aus den thermischen Kraftwerken in Italien, Spanien und Ungarn kompensiert. Mit der Akquisition und Integration des Batteriespeichers Cheviré in Frankreich hat Alpiq ihr BESS-Portfolio erweitert. Auch beim 300-MW-Projekt Niedergösgen wurden Fortschritte erzielt. Im Bereich der Pumpspeicherwasserkraft hat Alpiq das 535-MW-Projekt Navaleo in Spanien übernommen.

Energy Solutions erwirtschaftete ein bereinigtes EBITDA von 27 Mio. CHF, profitierte dabei durch ein stärker diversifiziertes Portfolio, gestiegene PV-Produktion und eine wachsende Nachfrage nach flexiblen Lösungen – trotz verhaltener Nachfrage in mehreren Märkten. Während der Geschäftsbereich Trading zur Wertschöpfung entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Alpiq beiträgt, umfasst Merchant Trading als kleinerer Teil des Geschäftsbereichs die Eigenhandelsaktivitäten der Gruppe. Merchant Trading weist ein bereinigtes EBITDA von -34 Mio. CHF aus.

Ausblick

Alpiq erwartet im zweiten Halbjahr 2026 eine Ergebnisverbesserung, gestützt durch die Rückkehr des KKG zum Normalbetrieb, eine weitgehend abgesicherte Position und wieder besseren Möglichkeiten, volatile Märkte zur Wertschöpfung zu nutzen.

Bianca Sarbu, designierte Leiterin des Geschäftsbereichs Energy Solutions sowie Mitglied der Geschäftsleitung, stösst im November 2026 zu Alpiq. Mit ihrer ausgeprägten Führungskompetenz und ihrer Erfahrung in der Skalierung von Organisationen im Bereich Energielösungen in ganz Europa wird sie die nächste Wachstumsphase im Kundengeschäft von Alpiq unterstützen.

Nach der Berichtsperiode schloss Alpiq den Erwerb einer 90-prozentigen Beteiligung an Harmony Energy, einem europaweiten BESS-Entwickler und -Betreiber, ab. Dies markiert einen wichtigen Meilenstein in der Strategieumsetzung. Die Transaktion erweitert das BESS-Portfolio um rund 400 MW durch im Bau befindliche Anlagen sowie eine Multi-Gigawatt-Pipeline im Vereinigten Königreich, Deutschland, Frankreich und Polen. Zudem baut sie die Präsenz von Alpiq entlang der gesamten BESS-Wertschöpfungskette aus und unterstreicht ihre Ambition, eine führende europäische Anbieterin von Flexibilitätslösungen zu werden.

Über Alpiq

Alpiq ist eine führende Schweizer Stromproduzentin und Energiedienstleisterin, die europaweit tätig ist. Sie bietet ihren Kunden umfassende und effiziente Dienstleistungen in den Bereichen Energieerzeugung und -vermarktung sowie Energieoptimierung. Seit mehr als 100 Jahren produziert Alpiq klimafreundlichen und nachhaltigen Strom aus erneuerbarer Schweizer Wasserkraft. Das Portfolio umfasst zudem Beteiligungen an zwei Schweizer Kernkraftwerken sowie flexiblen thermischen Kraftwerken, Windparks, Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern in Europa. Die Alpiq Gruppe beschäftigt gegen 1’400 Mitarbeitende und hat ihren Sitz in Lausanne. Die Alpiq Holding AG ist eine privatrechtliche Aktiengesellschaft mehrheitlich in privater Hand. Sie wird zu 100 Prozent von den drei Aktionärsgruppen der Schweizer Kraftwerksbeteiligungs-AG (SKBAG), dem Konsortium Schweizer Minderheitsaktionäre (KSM) und der EOS Holding SA (EOS) kontrolliert.

Weitere Informationen zu Alpiq finden Sie unter www.alpiq.com.