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Gemeinsam stark

11.01.2026, 11:43 | News

Das Zusammenspiel von Stauwehr Winznau und Laufwasserkraftwerk Gösgen ist das Herzstück der Stromproduktion an der Aare – und ein Paradebeispiel für effiziente Nutzung erneuerbarer Energie.

Moderne Steuerung für maximale Sicherheit

Die gesamte Anlage wird durch ein elektronisches Leitsystem gesteuert. Sensoren messen in Echtzeit Wasserstände, Durchflussmengen, Turbinenleistung und die Position der Wehrschützen. Automatische Sicherheitssysteme regulieren bei Bedarf die Wassermengen. So wird auch bei Hochwasser die Sicherheit gewährleistet.

Historische Entwicklung und Anpassung

Ursprünglich wurde ein Einlaufwehr gebaut, um den Kanal bei Unterhaltsarbeiten trockenzulegen. Mit der Inbetriebnahme des Kernkraftwerks Gösgen 1979, das sein Kühlwasser aus dem Kanal bezieht, muss dieser jedoch ständig Wasser führen. Das Einlaufwehr wurde daher 2003 zurückgebaut. 

Das Zusammenspiel von Stauwehr Winznau und Laufwasserkraftwerk Gösgen zeigt eindrucksvoll, wie technische Innovation, nachhaltige Energiegewinnung und moderner Betrieb Hand in Hand gehen – und wie Alpiq Verantwortung für eine sichere und umweltfreundliche Stromversorgung übernimmt.

Mit der Industrialisierung Anfang des 20. Jahrhunderts wuchs der Bedarf an Elektrizität rasant. Um die Versorgung im Schweizer Mittelland zu sichern, entstand an der Aare das Laufwasserkraftwerk Gösgen – und mit ihm das Stauwehr Winznau. Beide Anlagen sind untrennbar miteinander verbunden und bilden gemeinsam ein ausgeklügeltes System zur nachhaltigen Stromerzeugung.

Wie funktioniert das Zusammenspiel?

Das Stauwehr Winznau ist weit mehr als ein technisches Bauwerk: Es ist der Startpunkt des gesamten Energiesystems. Hier wird die Aare rund vier Meter aufgestaut. Der grösste Teil des Wassers wird anschliessend in einen über fünf Kilometer langen Oberwasserkanal geleitet, der mit geringem Gefälle verläuft. Während das ursprüngliche Flussbett der Aare – die „Alte Aare“ – natürlich abfällt, bleibt der Kanal auf konstanterer Höhe.

Am Kraftwerk Gösgen, fünf Kilometer flussabwärts, entsteht so ein Höhenunterschied von rund 15 Metern zwischen Kanal und Flussbett. Dieser Höhenunterschied erzeugt den Wasserdruck, der die Hauptturbinen antreibt. Das Ergebnis: Strom für über 30'000 Haushalte – jährlich rund 300 Gigawattstunden.