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Flusskraftwerk Flumenthal produziert zusätzlichen Strom für 1750 Haushalte

Die Arbeiten zur Effizienzsteigerung im Wasserkraftwerk Flumenthal an der Aare bei Solothurn sind nach vier Jahren erfolgreich abgeschlossen. Die modernisierte Anlage des Schweizer Energieversorgungsunternehmens Alpiq leistet jetzt sechs Prozent mehr und erzeugt zusätzlichen Strom aus erneuerbarer Wasserkraft für rund 1750 Haushalte. Die Investition betrug etwa 30 Millionen Schweizer Franken.

Die Erneuerungsarbeiten an den drei horizontalachsigen Turbinen-Generatorgruppen des Kraftwerks Flumenthal sind nach vier Jahren zu Ende gegangen. Das Resultat ist eine Effizienzsteigerung von sechs Prozent, was einer Mehrproduktion von acht Millionen KWh pro Jahr entspricht. Bei einem durchschnittlichen Haushaltsverbrauch von 4500 kWh pro Jahr ist dies zusätzlicher Strom für etwa 1750 Haushalte. In die Arbeiten zur Effizienzsteigerung wurden etwa 30 Millionen Schweizer Franken investiert.

 

Modernisierungsarbeiten dauerten von 2006 bis 2009

Atel Hydro AG, eine Tochtergesellschaft der Alpiq Holding AG, hatte bereits im Jahr 1993 abgeklärt, wie die Leistung des Wasserkraftwerkes Flumenthal erhöht werden kann. Nach erfolgreichen Modellversuchen wurden die Arbeiten im Zuge einer Gesamterneuerung im Jahr 2006 begonnen. Zu diesem Zeitpunkt war das Kraftwerk mehr als 270 000 Stunden gelaufen. Die erste Turbinen-Generatorgruppe rüstete die Atel Hydro AG während etwa sechs Monaten im Winter 2006/2007 um, die Erneuerung der beiden anderen Gruppen erfolgte jeweils um ein Jahr gestaffelt. Im Frühjahr 2009 ging die letzte Maschinengruppe wieder in Betrieb. Die Modernisierung des Kraftwerkes umfasste eine Generalrevision der Maschinengruppen mit Einbau von neuen Turbinenwellen und strömungstechnisch modifizierten Turbinenrädern, den Ersatz der elektrischen Steuerungs- und Regelungseinrichtungen sowie der Eigenbedarfs- und Generatorschaltanlagen.

Grössere Turbinenräder für mehr Effizienz

Mit dem Einbau von neuen, modifizierten Turbinenrädern konnte durch die Vergrösserung des Turbinen-Strömungsquerschnittes sowie der Optimierung der Laufradform der Wirkungsgrad und die Schluckfähigkeit der Turbinen deutlich verbessert werden. Daraus resultiert eine Effiziensteugerung des Kraftwerkes von rund sechs Prozent. Für die Durchführung der Arbeiten waren keine baulichen Anpassungen am Gebäude notwendig. Auch änderten sich die Abflussverhältnisse in der Aare und die Staukoten im Ober- und Unterwasser nicht. Mit den vorgenommenen Modernisierungsarbeiten wurde die Kraftwerksanlage an den heutigen Stand der Technik angepasst und gleichzeitig die energetische Ausnutzung der Gefällstufe durch Effizienzstei-gerung im Sinne der vom Bundesrat beschlossenen Energiepolitik optimiert.

Kraftwerk Flumenthal erzeugt seit 1970 zuverlässig Strom

Das Laufwasserkraftwerk Flumenthal befindet sich zu 100 Prozent im Besitz der Alpiq bzw. der Tochtergesellschaft Atel Hydro AG. Es wurde im Rahmen der zweiten Juragewässerkorrektion gebaut, steht seit 1970 in Betrieb und leistet 23,7 MW. Die Jahresstromproduktion beträgt nach der Modernisierung 146 GWh. Damit versorgt das Kraftwerk Flumenthal rund 37 000 Haushalte mit Strom. Von der Konzessionsstrecke entfallen 62,1 Prozent auf den Kanton Solothurn und 37,9 Prozent auf den Kanton Bern. Entsprechend einer Vereinbarung beteiligt sich die BKW Energie AG an den Investitions- und Jahreskosten im Rahmen des bernischen Anteils.