News

Das neue Restwasserkraftwerk

08.01.2026, 11:43 | News

Mehr Strom und mehr Lebensraum: Mit dem Bau eines modernen Restwasserkraftwerks am Stauwehr Winznau nutzt Alpiq die Kraft der Aare noch effizienter – und stellt gleichzeitig den Erhalt wertvoller Lebensräume in der Alten Aare sicher.

Ökologie und Effizienz im Einklang

Die Regulierung der Wassermengen erfolgt künftig über alle fünf Wehrschützen, was besonders bei Hochwasser oder Starkregen wichtig ist. So wird nicht nur der Lebensraum in der Alten Aare gesichert, sondern auch der Abfluss von Extremhochwasser gewährt.

Was bedeutet „Dotierkraftwerk“?

In der Fachsprache wird das Restwasserkraftwerk auch als Dotierkraftwerk bezeichnet – abgeleitet vom lateinischen „dotare“, was „ausstatten“ bedeutet. Gemeint ist die gezielte Versorgung eines Flussbetts mit einer bestimmten Wassermenge, um sowohl ökologische als auch energetische Ziele zu erreichen.

Mit dem neuen Restwasserkraftwerk am Stauwehr Winznau setzt Alpiq ein starkes Zeichen für nachhaltige Energiegewinnung und den Schutz der Natur.
 

Das Stauwehr Winznau bei Olten spielt eine zentrale Rolle für die Stromproduktion und den Naturschutz an der Aare. Während der Hauptfluss zum Kraftwerk Gösgen geleitet wird, fliesst das sogenannte Restwasser – also die nach neuer Konzession verdoppelte Mindestmenge – vorerst über die Wehrschützen in die Alte Aare. Dieses Restwasser ist essenziell für den Erhalt des natürlichen Lebensraums und muss immer in ausreichender Menge abgegeben werden, auch wenn dies zulasten der Stromproduktion in Gösgen geht.

Restwasser als Energiequelle: Das neue Kraftwerk

Das Restwasser wird künftig noch effizienter zur Stromerzeugung genutzt. Das neue Restwasserkraftwerk, das im Zuge der Sanierung am Rand des Wehrs auf der Oltner Seite entsteht, verarbeitet die erhöhten Wassermengen optimal. Rund 20'000 Liter Wasser pro Sekunde fallen hier etwa 5,5 Meter in das Flussbett der Alten Aare – genug, um die Turbinen anzutreiben und jährlich rund 8,8 Gigawattstunden Strom zu erzeugen. Das entspricht dem Verbrauch von etwa 2'000 Haushalten.