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Betonieren unter Wasser: Wenn ein Taucher helfen muss

05/18/2026, 11:41 | News

Die Bauarbeiten zur Sanierung des Stauwehrs Winznau gehen voran - und bringen teilweise auch aussergewöhnliche Einsätze mit sich. So half für den Bau des Restwasserkraftwerks ein Taucher beim Betonieren unter Wasser. Thomas Ihly, Projektleiter Alpiq Hydro Aare, erklärt im Interview, wie die Taucherarbeiten abliefen und worauf es dabei besonders ankam. 

 

 

Beim Bau des Restwasserkraftwerks muss unter Wasser betoniert werden. Worauf muss man dabei schauen? 

Wird unter Wasser betoniert, muss darauf geachtet werden, dass sich der frische Beton nicht mit Wasser vermischt. Beim Einbringen des Betons wird das Wasser kontinuierlich von unten nach oben verdrängt. Dadurch kann eine Vermischung verhindert werden. 

Wie genau funktioniert das? 

In der Regel wird ein Stahlrohr benutzt. Damit das Rohr beim Eintauchen und Absenken auf den Grund der mit Wasser gefüllten Baugrube nicht mit Wasser vollläuft, wird ein wasserdichter Pfropfen hineingesteckt. Nun wird oben Beton ins Rohr gefüllt. Das Gewicht des Betons drückt den Pfropfen und das Wasser nach unten aus dem Rohr heraus. Beim Betonieren muss das untere Rohrende immer im bereits frisch eingebauten Beton stecken. Der zugeführte Beton fliesst also von unten in die Masse hinein und drückt den bereits eingebrachten Beton und das Wasser nach oben weg. So hat der frische Beton nie direkten Kontakt mit dem Umgebungswasser. 

Von oben sieht man ja nicht, ob das Rohr unten im Boden steckt?

Stimmt. Deshalb setzten wir auf unserer Baustelle einen Taucher ein. Dieser wird erkennen, ob der Beton gleichmässig steigt oder ob das Rohr versehentlich aus dem Betonbett gezogen wurde. 

Ist das nicht gefährlich? 

Es ist nicht gefährlich, aber anspruchsvoll. Der Taucher muss sich rein auf seinen Tastsinn und die Kommunikation über Funk verlassen. Jeder Taucher ist aber speziell dafür ausgebildet und gesichert.

Fotos © Finja Basan

Fotos © Finja Basan