Ab dem 1. Januar 2026 ist die Teilnahme am Ausgleichsmechanismus für sämtliche erneuerbaren Stromerzeugungsanlagen mit einer Leistung von mindestens 10 MW verpflichtend. In diesem neuen regulatorischen Rahmen ist eine zuverlässige, leistungsfähige und sofort einsatzbereite Lösung für alle Arten von Windenergieanlagen entscheidend. Vor diesem Hintergrund geben ENERTRAG und Alpiq den Start einer strategischen Zusammenarbeit bekannt, die es ENERTRAG ermöglicht, seinen Kunden die Lösung von Alpiq anzubieten.
Erfüllung einer zentralen regulatorischen Verpflichtung
„Für Produzenten erneuerbarer Energien bedeutet diese gesetzliche Verpflichtung eine extreme Reaktionsfähigkeit - weniger als 15 Minuten - sowie die strikte Einhaltung der technischen und operativen Anforderungen des Netzbetreibers. Solche Operationen erfordern Kompetenzen von der Netzingenieurtechnik bis hin zur Absicherung der Anlagen“, erklärt Alexis Noel, Leiter Vertrieb Betrieb bei ENERTRAG.
Die Teilnahme am Ausgleichsmechanismus dient der Stärkung des Gleichgewichts des Stromsystems, indem RTE Produktions- oder Verbrauchskapazitäten in Echtzeit nach oben oder unten aktivieren kann. Vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen hat sich ENERTRAG entschieden, auf die Expertise von Alpiq zu setzen - einem etablierten und anerkannten Akteur im Bereich Flexibilität und Ausgleichsmechanismen -, um seine Kunden und Anlagen bei diesem regulatorischen Übergang zu begleiten.
Eine integrierte, robuste und skalierbare technische Lösung
Die von Alpiq entwickelte Lösung, die bereits auf rund hundert Parks im Einsatz ist und derzeit an über 150 weiteren Standorten installiert wird, basiert auf einem System zur Fernsteuerung von Erzeugungsanlagen und ermöglicht:
- die effektive Teilnahme am Ausgleichsmechanismus,
- die gesteuerte Reduktion oder Abschaltung der Produktion (Start & Stop) entsprechend den Anforderungen des Stromsystems,
- eine sichere und zuverlässige Kommunikation zwischen den Anlagen und den Ausgleichsbetreibern,
- eine schnelle Konformität mit den ab 2026 geltenden regulatorischen Anforderungen.
Die in die Betriebsprozesse von ENERTRAG integrierte Lösung von Alpiq folgt einem Ansatz der intelligenten Parksteuerung und begrenzt gleichzeitig die betrieblichen Auswirkungen für die Betreiber.
Ein Leistungs- und Kontrollhebel für Betreiber
Über die reine regulatorische Konformität hinaus ermöglicht die Zusammenarbeit zwischen ENERTRAG und Alpiq den Betreibern:
- Netzspitzen und -engpässe frühzeitig zu antizipieren,
- Phasen negativer Strompreise besser zu steuern,
- die Flexibilität ihrer Anlagen wirtschaftlich zu nutzen,
- den langfristigen Betrieb in einem sich tiefgreifend wandelnden Stromsystem abzusichern,
- und dies im Rahmen einer schlüsselfertigen Investition mit wettbewerbsfähigen Kosten und ohne strukturelle Anpassungen.
„Mit dem Angebot dieser Lösung bereits heute positioniert sich ENERTRAG als proaktiver Partner, der seine Anlagen bei regulatorischen Entwicklungen und neuen Marktmechanismen begleitet. Diese Innovation veranschaulicht konkret unsere Expertise in der Konzeption vollständig steuerbarer Stromsysteme - ein zentraler Pfeiler der Strategie von ENERTRAG und unserer Vision der Energiewende“, erklärt Vincent Masureel, Geschäftsführer von ENERTRAG Frankreich.
„Flexibilität ist die DNA von Alpiq. Deshalb waren wir in Frankreich Vorreiter bei der Flexibilitätssteuerung erneuerbarer Erzeugungsparks und sind heute Marktführer mit mehr als 4 GW erneuerbarer Anlagen, die am Ausgleichsmechanismus teilnehmen. ENERTRAG gehört zu den ersten Produzenten, die sich für die von Alpiq entwickelte Lösung entschieden haben, um ihren Erzeugungspark bereits ab dem ersten Halbjahr 2024 im Ausgleichsmechanismus zu vermarkten - eine Entscheidung, die perfekt zu den wirtschaftlichen und regulatorischen Herausforderungen der Erneuerbaren-Branche passt“, sagt Olivier Puit, Geschäftsführer von Alpiq Energie Frankreich.