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Lausanne/Budapest – Alpiq weiht heute offiziell ihr neues Hybridkraftwerk Csepel in Ungarn ein – eine innovative Anlage in Budapest, die Batteriespeicher mit hochflexibler Stromerzeugung durch Gasgeneratoren in einem einheitlichen, integrierten Betriebskonzept vereint. Sie stellt reaktionsschnelle Kapazitäten für das ungarische Stromnetz bereit, stärkt die Versorgungssicherheit und erleichtert die Integration erneuerbarer Energien.
Das Gaskraftwerk Csepel ist ein Beispiel dafür, wie Innovationen dazu beitragen können, eine der zentralen Herausforderungen der Energiewende anzugehen: die Sicherstellung der Stromversorgung auch dann, wenn die wetterabhängige Erzeugung aus erneuerbaren Energien Schwankungen unterliegt. Die intelligente Kombination zweier sich ergänzender Technologien ermöglicht es der Anlage, schnell auf Netzbedürfnisse zu reagieren; die Gasturbinen werden erst eingeschaltet, wenn zusätzliche Leistung benötigt wird. Das Projekt ist Teil der Strategie von Alpiq, das Stromsystem europaweit zu flexibilisieren und so zu einer nachhaltigen Stromversorgung beizutragen.
Innovation und Flexibilität sind für eine sichere Energiewende unerlässlich. Das neue Gaskraftwerk Csepel zeigt, wie Innovationen das System flexibler und reaktionsschneller gestalten und gleichzeitig Betriebsstunden und CO2-Emissionen pro erzeugter Megawattstunde reduzieren können.
Die Anlage mit einem Wert von rund 64 Millionen Euro kombiniert eine Leistung von 50 MW aus hocheffizienten Gasmotoren mit einem Batterie-Energiespeichersystem mit einer Leistung von 5 MW und einer Speicherkapazität von 10 MWh. Die im August 2026 in Betrieb genommene Batterie reagiert sofort auf Veränderungen im Stromsystem und die Gasmotoren starten schnell, wenn zusätzliche Kapazität benötigt wird. Gemeinsam können sie dem Netzbetreiber in weniger als fünf Minuten die gesamte Erzeugungskapazität der Anlage zur Verfügung stellen.
Eine wesentliche Neuerung ist das Betriebskonzept «Zero must-run». Dank der Batterie kann die Anlage eine Erstversorgung sicherstellen, ohne die Gasmotoren permanent in Betrieb halten zu müssen. Die Motoren bleiben ausgeschaltet, wenn das Stromnetz ihre Leistung nicht benötigt. Unnötiger Gasverbrauch und erzeugungsbedingte Emissionen werden während dieser Zeit vermieden.
Das weitgehend selbst entwickelte Gaskraftwerk Csepel verbindet unsere Ingenieurskompetenz mit unserer operativen Erfahrung. So konnten wir eine hochflexible Anlage konzipieren, die auf die spezifischen Bedürfnisse des ungarischen Stromsystems zugeschnitten ist.
Von der technischen Planung über die Beschaffung bis hin zum Bau wurde die Anlage von Alpiq entwickelt und umgesetzt. Dieser ganzheitliche Ansatz ermöglichte es dem Projekt-Team, die Anlage spezifisch auf die lokalen Bedürfnisse auszurichten. Der Fokus liegt dabei klar auf Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Betriebseffizienz.
Durch den raschen Ausbau der Solarstromerzeugung in Ungarn steigt der Bedarf an Regelkapazitäten, die Schwankungen in der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien ausgleichen können. Die zusätzliche Flexibilität, die das Gaskraftwerk Csepel bietet, dürfte die Integration von rund 150 MW zusätzlicher Photovoltaik-Kapazität in das ungarische Stromnetz ermöglichen.
Das neue Kraftwerk ergänzt die bestehenden Anlagen von Alpiq am Standort Csepel in Budapest, darunter das Gas-Kombikraftwerk Csepel II mit einer Kapazität von 403 MW und eine Power-to-Heat-Anlage mit einer Kapazität von 35 MW. Es nutzt die vorhandene Infrastruktur des Standorts und das Fachwissen des vor Ort tätigen Betriebs- und Wartungs-Teams. Alpiq ist seit 2002 in Ungarn präsent. Der Standort Csepel kann rund sechs Prozent des gesamten Strombedarfs Ungarns abdecken und versorgt zudem rund 20'000 Haushalte im Süden von Budapest mit Fernwärme.
Alpiq ist eine führende Schweizer Stromproduzentin und Energiedienstleisterin, die europaweit tätig ist. Sie bietet ihren Kunden umfassende und effiziente Dienstleistungen in den Bereichen Energieerzeugung und -vermarktung sowie Energieoptimierung. Seit mehr als 100 Jahren produziert Alpiq Strom aus Schweizer Wasserkraft. Das Portfolio umfasst zudem Beteiligungen an zwei Schweizer Kernkraftwerken sowie flexiblen thermischen Kraftwerken, Windparks, Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern in Europa. Die Alpiq Gruppe beschäftigt gegen 1’400 Mitarbeitende und hat ihren Sitz in Lausanne. Die Alpiq Holding AG ist eine privatrechtliche Aktiengesellschaft mehrheitlich in privater Hand. Sie wird zu 100 Prozent von den drei Aktionärsgruppen der Schweizer Kraftwerksbeteiligungs-AG (SKBAG), dem Konsortium Schweizer Minderheitsaktionäre (KSM) und der EOS Holding SA (EOS) kontrolliert.