Wasserstoff und E-Fuels Projekte © istockphotos.com
Wasserstoff

Wasserstoff und E-Fuels Projekte

Wasserstoff wird eine Schlüsselrolle bei der Unterstützung der Energiewende und der Reduktion von CO2-Emissionen in unserer Wirtschaft spielen. Alpiq entwickelt in der Schweiz und in Europa Projekte zur Produktion von grünem Wasserstoff und E-Fuels, die dazu beitragen, die Dekarbonisierung in Industriesektoren zu fördern. 

Wasserstoff und E-Fuels Projekte in Finnland und der Schweiz

P2X Solutions, Produktion von grünem Wasserstoff, Finnland

In Finnland hat im April 2024 die Mehrheit an der finnischen Wasserstoff-Pionierin P2X Solutions mit Sitz in Espoo erworben. Mit P2X Solutions erhält Alpiq eine Plattform für die Produktion von grünem Wasserstoff und Power-to-X, mit Potenzial zur Expansion über Finnland hinaus. In der Stadt Harjavalta in Südwestfinnland hat P2X Solutions die erste Produktionsanlage Finnlands zur Herstellung von grünem Wasserstoff im industriellen Massstab gebaut. Die Anlage wurde im Februar 2025 in Betrieb genommen. Sie weist eine installierte Elektrolyseleistung von 20 MW auf und ist damit eine der grössten ihrer Art in Europa. In Harjavalta kann zudem aus Wasserstoff und dem vor Ort vorhandenen CO2 synthetisches Methan hergestellt werden. Weitere Projekte dienen der Produktion von E-Methanol – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer CO2-freien Schifffahrt.


Wasserstoff-Projekt H2 Höfe Freienbach, Schweiz

Die Projektpartner Alpiq, SOCAR Energy Switzerland, CIME Capital und EW Höfe haben beschlossen, die Hydrogen Höfe Freienbach AG (H2FE) zu liquidieren. Der Verwaltungsrat der Gesellschaft hat entschieden, das Projekt zum Bau einer Wasserstoff-Produktionsanlage in Freienbach (SZ) nicht weiterzuführen; die Generalversammlung vom 16. März 2026 hat diesen Entscheid bestätigt. Ausschlaggebend waren insbesondere die aktuellen regulatorischen Rahmenbedingungen sowie der weiterhin verzögerte Markthochlauf von Wasserstoff. Alpiq hält weiterhin klar an Wasserstoff als Schlüsseltechnologie der Energiewende fest und prüft und verfolgt auch künftig kommerzielle Wasserstoff-Projekte, wenn die Marktbedingungen dies zulassen.

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Projektpartner beschliessen Liquidation der Hydrogen Höfe Freienbach AG

Lausanne, 17. März 2026 – Die Projektpartner Alpiq, SOCAR Energy Switzerland, CIME Capital und EW Höfe haben entschieden, die Hydrogen Höfe Freienbach AG (H2FE) zu liquidieren. Der Verwaltungsrat der 2023 gegründeten Gesellschaft hat beschlossen, das ursprünglich geplante Projekt zum Bau einer Wasserstoff-Produktionsanlage in Freienbach (Kanton Schwyz) nicht weiterzuführen.

Mit der Gründung der Hydrogen Höfe Freienbach AG hatten die Partner 2023 die Grundlage für die Realisierung einer Anlage zur Produktion von grünem Wasserstoff geschaffen. Das Projekt baute auf den Vorarbeiten und Absichtserklärungen aus dem Jahr 2021 auf, als Alpiq, EW Höfe und SOCAR Energy Switzerland erstmals die gemeinsame Prüfung einer Wasserstoff-Produktion in Freienbach angekündigt hatten. Ziel war es, erneuerbaren Wasserstoff für Anwendungen insbesondere im Mobilitätsbereich bereitzustellen und damit einen Beitrag zur Dekarbonisierung zu leisten.

Seit der Gründung der H2FE AG wurden die Planungs- und Beschaffungsaktivitäten weiter vorangetrieben. Diese befanden sich zuletzt in einem fortgeschrittenen Stadium. Vor dem Hintergrund der sich verändernden Rahmenbedingungen hat der Verwaltungsrat jedoch entschieden, das Projekt nicht weiterzuführen und die Gesellschaft ordnungsgemäss zu liquidieren. Diesem Entscheid hat die Generalversammlung vom 16. März 2026 zugestimmt. 

Herausfordernde Rahmenbedingungen als zentrale Gründe

Ausschlaggebend für diesen Entscheid sind insbesondere die derzeit bestehenden regulatorischen Rahmenbedingungen sowie der insgesamt verzögerte Markthochlauf von Wasserstoff. Diese Faktoren haben dazu geführt, dass sich die wirtschaftlichen und regulatorischen Voraussetzungen für eine zeitnahe Umsetzung des Projekts nicht wie ursprünglich erwartet entwickelt haben. Vor diesem Hintergrund wurde das Projekt bereits pausiert und nun endgültig beendet.

Die Projektpartner haben den Entscheid gemeinsam und nach sorgfältiger Abwägung getroffen. Die Liquidation der H2FE AG erfolgt geordnet und in Übereinstimmung mit den geltenden rechtlichen Vorgaben.

Alpiq hält an Wasserstoff als zentralem Element der Energiewende fest

Die Aufgabe des Projekts Hydrogen Höfe Freienbach bedeutet für Alpiq keine grundsätzliche Abkehr von Wasserstoff-Projekten. Alpiq sieht Wasserstoff weiterhin als einen wichtigen Treiber der Energiewende und als Schlüsseltechnologie für die Dekarbonisierung des Energiesystems. Aus Sicht des Energieunternehmens kann Wasserstoff einen wesentlichen Beitrag zur dringend benötigten Flexibilität im Energiesystem leisten – insbesondere bei der Integration erneuerbarer Energien sowie beim Speichern von überschüssigem Strom aus Wind- und Solarenergie.

Alpiq wird den Dialog mit relevanten Anspruchsgruppen und Partnern fortsetzen und weiterhin kommerzielle Aktivitäten im Wasserstoffbereich prüfen und weiterverfolgen, wenn die Markt- und Rahmenbedingungen dies zulassen.

Engagement im Wasserstoffbereich in der Schweiz und in Europa

In der Schweiz gehört Alpiq zu den Vorreiterinnen im Wasserstoffbereich. Bereits seit 2020 ist Alpiq gemeinsam mit H2 Energy und Linde an der Hydrospider AG im Kanton Solothurn beteiligt, die die Produktion, Beschaffung und Logistik von grünem Wasserstoff aus erneuerbarer Wasserkraft sicherstellt.

Darüber hinaus hat Alpiq ihr Engagement im internationalen Wasserstoffmarkt mit der Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an der finnischen Wasserstoff-Pionierin P2X Solutions im April 2024 weiter gestärkt. Damit hat sich Alpiq als eines der führenden Unternehmen in Europa in der Produktion von grünem Wasserstoff positioniert. 

In der Produktionsstätte von P2X Solutions im finnischen Harjavalta wird seit Mitte Februar 2025 grüner Wasserstoff produziert. Die dortige Elektrolyseanlage mit einer Gesamtleistung von 20 MW zählt derzeit zu den grössten ihrer Art in Europa und ist der erste kommerzielle Betrieb einer entsprechenden Anlage in Finnland.