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Tausch der Hauptlager im Windpark Vetrocom

Zusammen mit der Enertrag Service GmbH tauscht Alpiq Wind Services dieses Jahr die Hauptlager von zwei Windturbinen.

Von Kindesbeinen an bringen wir Windräder mit drehenden Rotoren in Verbindung. Damit sich der Rotor stetig um die eigene Achse drehen kann, spielen Lager eine wichtige Rolle. Der Wind und die stetige Drehbewegung sind für die Lager einer Windturbine eine hohe Belastung. Das Hauptlager nimmt sämtliche Biegemomente und Querkräfte des Rotors auf und leitet sie in die Turmstruktur weiter. Neben groben Verformungen treten oft auch Verschleisserscheinungen wie Riffelbildung oder Reibkorrosion auf. „Leider hat sich gezeigt, dass auch bei uns einige der Hauptlager nicht die vorgesehene Lebensdauer von 20-25 Jahren erreichen“, sagt Torsten Reusch, O&M Renewables Specialist, und spricht von den 29 Fuhrländer Turbinen des Typs FL 2500/90 im Windpark Vetrocom in Bulgarien. 

Hoch hinaus mit dem richtigen Know-how

Gerade für diese Art Fuhrländer-Turbinen, bei denen der Rotor über das Hauptlager direkt mit dem Getriebe verbunden ist, braucht es ein hohes Mass an Spezialwissen, das sich Alpiq Wind Services mit Unterstützung der Enertrag Service Gmbh aufgebaut hat. Neben Service- und Instandhaltungsarbeiten beinhaltet das Portfolio auch Inspektionen wie Getriebeendoskopien, Rotorblattinspektionen und -reparaturen. „Die ersten Anzeichen für die Probleme mit den beiden Hauptlagern kamen über das Condition Monitoring System kurz CMS. Dort werden Zustandsveränderungen am Getriebe, Generator und Hauptlager mittels spezieller Sensoren überwacht. Danach wurden bei den regelmässigen Inspektionen im Zeitraum von einem Jahr immer wieder Metalpartikel in den Siphons der Hauptlager gefunden, die einen Austausch unumgänglich machten. En solcher Tausch ist nicht gerade ein kleines Projekt: Anlage stoppen, Rotor demontieren, Lager tauschen, Rotor wieder montieren, Testläufe durchführen, etc. Alles in allem rechnen wir 9 bis 15 Tagen für den Tausch eines Hauptlagers“, sagt Torsten Reusch, und bezieht sich dabei lediglich auf die Durchführung. 

 

Ein tonnenschwerer Drahtseilakt

Bereits lange bevor die Hauptlager getauscht werden, beginnen die Planungen. Es muss ein 600 Tonnen schwerer Raupenkran organisiert werden, die Mitarbeiter eingeplant und die Ersatzteile besorgt werden. Spätestens wenn der Kran den 63 Tonnen schweren Rotor in der Luft jongliert, dürfte klar sein, dass es dazu auch die richtigen Wetterverhältnisse braucht. Aufgrund der Schwenkgefahr dürfen solche Arbeiten nur bei Windgeschwindigkeiten bis maximal 6-7 m/s durchgeführt werden. „Bisher sind wir zuversichtlich, dass wir unseren Plan einhalten können. Mittlerweile zeigt sich unsere grosse Erfahrung. In den letzten sieben Jahren haben wir nicht weniger als 16 solcher Lager getauscht“, sagt Torsten Reusch und blickt routiniert zurück auf die bisherigen und erfolgreich abgeschlossenen Montagearbeiten.