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Pumpspeicherkraftwerk Nant de Drance steht im Jahr 2012 vor wichtigen Bauetappen

Die Baustelle Nant de Drance steht vor einem ereignisreichen Jahr: Die Tunnelbohrmaschine wird im Laufe des Sommers bis zur Kaverne vordringen und der Ausbruch der Hauptkaverne wird fortgesetzt. Die Arbeiten zur Erhöhung der Staumauer Vieux-Emosson beginnen Ende Frühling. Insgesamt werden auf der Baustelle im Jahr 2012 mehr als 250 Arbeiter im Einsatz stehen.

Die Tunnelbohrmaschine, die sich von Châtelard aus seit Anfang 2010 durch den Fels arbeitet, wird im Laufe des Sommers die letzten Meter des Hauptzugangsstollens zur Maschinenkaverne ausbrechen. Die 142 Meter lange, gigantische Tunnelbohrmaschine mit einem Durchmesser von 9,45 Meter hat bereits 4 des insgesamt 5,6 Kilometer langen Stollens ausgebrochen. Zurzeit arbeitet sich die Maschine 180 Meter unterhalb des Speichersees Emosson täglich 10 bis 20 Meter vor. Wenn die Tunnelbohrmaschine die Maschinenkaverne erreicht hat, wird sie zerlegt und in mehreren Transporten wieder ins Freie befördert.

Der Ausbruch der Hauptkaverne, welche zukünftig die sechs 150-Megawatt-Pumpturbinengruppen beherbergt, wird ebenfalls das ganze Jahr 2012 dauern. Dieser Teil der Arbeiten wurde bereits vom Zugangsstollen am Ufer des Stausees Emosson her ausgeführt, musste allerdings Ende November wegen des vielen Schnees unterbrochen werden. Seit Mitte Januar wird die Zufahrtsstrasse von Schnee befreit, um den Ausbruch möglichst bald fortsetzen zu können. Für die 170 Meter lange, 50 Meter hohe und 30 Meter breite Maschinenkaverne müssen insgesamt 170'000 Kubikmeter Fels durch Sprengungen ausgebrochen werden. Diese Arbeiten dürften voraussichtlich im Frühling 2014 abgeschlossen sein.

In diesem Jahr wird das Projekt Nant de Drance ebenfalls von der ersten vollständigen Entleerung des Stausees Emosson zwischen Februar und Mai profitieren können. Denn durch die Seeleerung erhalten die Arbeiter Zugang zur ersten Wasserfassung, die bereits im September 2011 in den See versenkt wurde. Die Arbeiter können nun die Plattform für die zweite Wasserfassung vorbereiten, die im Herbst 2012 eingebaut wird. Die Ein- und Auslaufbauwerke ermöglichen es, das Wasser des Stausees Emosson zu fassen und in den Stausee Vieux-Emosson zu pumpen und umgekehrt das turbinierte Wasser in den Stausee Emosson zurückzuleiten.

2012 beginnen auch die Vorbereitungsarbeiten für die Erhöhung der Staumauer Vieux-Emosson. Die Mauer wird um 20 Meter erhöht, wodurch sich das Stauvolumen verdoppelt. Im Frühling werden die Zugänge zur Baustelle sowie die ersten Installationen bereit sein. Von Juni bis Oktober wird die bestehende Mauerkrone durch Sprengungen abgetragen. Während des ganzen Jahres 2012 wird der Zugang zu den Dinosaurierspuren über den Weg durch die Gorge de la Veudale umgeleitet. Der Fussweg entlang des Stausees Vieux-Emosson wird geschlossen, aber die Cabane du Vieux-Emosson bleibt während der ganzen Sommersaison zugänglich.

Ein entscheidender Eckpfeiler der neuen schweizerischen Energiepolitik Gemäss der neuen Energiepolitik des Bundesrates sind Pumpspeicherkraftwerke wie Nant de Drance, das von Alpiq initiiert wurde, zur Deckung der wachsenden Nachfrage nach Regelenergie, die dem stetigen Ausgleich zwischen erzeugter und verbrauchter Energie dient, künftig unerlässlich. Grund für den steigenden Bedarf in Europa und in der Schweiz ist vor allem der Ausbau neuer erneuerbarer Energien wie Wind- oder Sonnenenergie. Ihre Produktion hängt direkt von den Wetterbedingungen ab, unterliegt deshalb Schwankungen und muss mit Regelenergie ergänzt werden. Die Pumpspeicherkraftwerke sind ein eigentlicher Speicher für erneuerbare Energie, die sie jederzeit ins Netz einspeisen können. Sie sind deshalb eine ideale Ergänzung der neuen erneuerbaren Energien, deren Produktion unregelmässig ist.

Um den in Nant de Drance erzeugten Strom übertragen und ins Stromnetz unseres Landes einspeisen zu können, bedarf es einer Verstärkung des Schweizer Höchstspannungsnetzes, insbesondere im Wallis. Der Bundesrat hält den Ausbau des Netzes «für die künftigen inländischen Produktionsinfrastrukturen für zwingend nötig».

Hinweis für Medienschaffende:

Baustellenbesuche können auf Anfrage das ganze Jahr über organisiert werden. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an: