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Mit Alpiq in die Zukunft der Mobilität

Elektromobilität ist ein entscheidender Faktor für die Dekarbonisierung des Verkehrs geworden. Sie verändert nicht nur das individuelle Mobilitätsverhalten, sondern auch die gesamte Infrastruktur. Nun braucht es neue Mobilitätslösungen und digitale Konzepte, aber auch alternative Treibstoffe wie Wasserstoff. Als Pionierin der Elektromobilität und Schweizer Marktführerin bietet Alpiq integrierte Mobilitätslösungen für unterschiedliche Arten von Nutzerverhalten.

Alpiq ist seit 2012 mit Elektromobilitätslösungen in der Schweiz auf dem Markt und baut ihre Leistungen in Deutschland, Österreich und Italien stetig aus. Als First Mover für emissionsfreie Mobilität und führende Partnerin für Ladeinfrastrukturen orchestrieren wir den gesamten Prozess von der Beratung und Planung über die Installation und den Betrieb bis hin zur Wartung der Ladeinfrastruktur. Mit strategischer Beratung erarbeiten wir massgeschneiderte Lösungen für die individuellen Mobilitätsstrategien unserer Kunden.

Für das Gelingen des Mobilitätswandels beschreiten wir ganz neue Wege – zum Beispiel mit dem Full-Service Elektromobilitäts-Abo Juicar unserer Ideenschmiede Oyster Lab. Das Abo-Modell bietet den Nutzern alle Vorteile eines eigenen Autos und hat von der Steuer über die Versicherung bis hin zur Wartung alles inbegriffen. So wird den Kunden der Einstieg in die Elektromobilität leicht gemacht!

Batterieelektrische Mobilität und Wasserstoffmobilität

Alpiq unterstützt die Verkehrswende individuell und bedarfsgerecht. Deswegen setzen wir nicht nur auf batterieelektrische Mobilität, sondern auch auf Wasserstoffmobilität. Ab Anfang 2020 produzieren wir unter dem Dach der Hydrospider AG gemeinsam mit H2 Energy und Linde klimafreundlichen, CO2-neutralen Wasserstoff aus Schweizer Wasserkraft. Dafür nutzen wir den in unserem Laufwasserkraftwerk Gösgen produzierten Strom und achten auf eine effiziente Herstellung, indem wir das Zusammenspiel von Wasserstoff- und Stromproduktion im Kraftwerk optimal ausbalancieren.

Mit unserer langjährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Elektromobilität, unserer Kenntnis im Energiemanagement und der Wasserkraft in unserer DNS tragen wir umfassend zur Dekarbonisierung des Strassenverkehrs bei. Höchste Zeit, sich einmal mit den Spezialisten über den derzeitigen Stand unserer Aktivitätsfelder zu unterhalten.

Kai Generlich, E-mobility Germany

Kai Generlich, Head of E-Mobility Germany, über den Stand der Elektromobilität in Deutschland

Welche Massnahmen sind nötig, damit die Mobilitätswende in Deutschland voranschreitet?

Sobald die Hersteller höhere Produktionszahlen und mehr Modelle anbieten, ist es wichtig, dass überall – wirklich überall – genügend Lademöglichkeiten vorhanden sind. Das Laden darf kein Hindernis mehr sein.

Zunächst muss es wesentlich einfacher werden, im privaten Bereich Lademöglichkeiten aufzubauen. Das derzeitige Miet- und Eigentumsrecht macht den Aufbau privater Ladeeinrichtungen in Garagen und Stellplätzen sehr kompliziert. Mieter, aber auch Eigentümer eines Stellplatzes brauchen immer das Einverständnis sämtlicher Eigentümer einer Eigentümergemeinschaft. Dies ist aufwändig und nicht zeitgemäss.

Ebenso muss noch viel mehr in die öffentliche Ladeinfrastruktur investiert werden – vor allem in Wohngebieten. Viele Autobesitzer haben keinen eigenen Stellplatz. Für diese muss das Laden aber genauso möglich sein.

Bei all diesen Punkten sehe ich einen grossen Nachholbedarf in Deutschland.

Du hast die Herausforderungen sowohl des privaten als auch des öffentlichen Ladens angesprochen. Wo siehst Du momentan das grösste Problem beim Laden unterwegs?

Es müssen deutlich mehr Lademöglichkeiten geschaffen werden, damit die sogenannte «Range-Anxiety» – die Angst, ein Ziel mit der vorhandenen Ladung nicht zu erreichen – überwunden wird.

Für die Zukunft wird es dann wichtig, dass es je Ladestation auch genügend Ladepunkte gibt. Denn sonst wird aus der «Range-Anxiety» eine sogenannte «Queuing Anxiety». Das heisst, die Autofahrer haben Angst, dass sie bei der nächsten Ladestation zu lange warten müssen.

Welche Lösungen hält Alpiq parat, um die derzeitigen Hürden zu beseitigen und den Einstieg in die Elektromobilität zu erleichtern?

Das ist das Besondere an Alpiq: Wir haben für absolut sämtliche Anforderungen eine Lösung und in den vergangenen acht Jahren immense Erfahrungen gesammelt. Was uns auszeichnet, ist ein tiefes Verständnis des Last- und Energiemanagements verbunden mit unserer Hands-on-Mentalität bei der Installation und im Service. Gerade für grössere Projekte und Unternehmen haben wir ein eigenes Prozesstool entwickelt, um von der Planung bis zum Betrieb alle Schritte und beteiligten Partner zu koordinieren. So benötigt das Projekt sehr wenig Zeit.

Am meisten profitiert natürlich der Nutzer, also der Fahrer eines Elektroautos. Ihm steht eine perfekt errichtete und gewartete Lademöglichkeit zur Verfügung. Unsere direkten Kunden sind aber Automobilhersteller, für deren Autokäufer wir private Wallboxen installieren; Unternehmen, die auf ihrem Firmengelände grössere Installationen mit mehreren Ladestationen gleichzeitig planen; oder Betreiber von Schnellladestationen. Sie alle profitieren von unserer professionellen Abwicklung der Installation und unserer Erfahrung beim Bau von komplexen, grösseren Anlagen.

Bastian Gerhard, Juicar

Bastian Gerhard, Managing Director Oyster Lab, über Juicar – das Elektroauto im Abo

Was ist das Besondere und Neue an Juicar?

Es ist europaweit das erste E-Mobility-Angebot mit Full-Service-Charakter und läuft bereits seit 1,5 Jahren in der Schweiz. Das Abo beinhaltet ein Elektroauto, die passende Heimladestation, die Gebühren für das öffentliche Laden, die Motorfahrzeugsteuer, die Versicherung sowie die Begleichung der Stromkosten. Alles aus einer Hand. So wollen wir den Einstieg in die Elektromobilität möglichst einfach gestalten und das Thema Autobesitz revolutionieren.

Für wen eignet sich Juicar besonders?

Wie sich herausgestellt hat, handelt es sich bei unseren Kunden hauptsächlich um junge Familien mit Eigenheim im vorstädtischen Raum und nahezu einheitlichen Mobilitätsbedürfnissen. Sie besitzen in der Regel zwei Fahrzeuge: das grosse Familienauto für längere Strecken und Urlaube sowie einen Kleinwagen für alltägliche Erledigungen im Ort. Damit ein Elektroauto eines der beiden Fahrzeuge ablösen kann, sind vor allem folgende Dinge ausschlaggebend: die Reichweite, der Preis pro gefahrenen Kilometer, der Fahrzeugtyp und die Anschaffungsfinanzierung.

Juicar schliesst aber auch die Lücke zwischen Kurzmiete und Leasing. Den Kunden steht das Auto länger als ein paar Tage zur Verfügung, sie müssen aber keinen langfristigen Vertrag abschliessen. Das Abo ist monatlich kündbar.

Vor welchen Herausforderungen steht ihr derzeit?

Die Automobilindustrie hat noch immer eine sehr limitierte Angebotspalette und einen enormen Produktionsengpass bei Elektroautos. Unsere Partner haben uns aber eine bevorzugte Behandlung zugesichert, damit wir die Märkte schnell besetzen können. Schliesslich wollen wir unseren „First Mover Advantage“ nutzen und der erste Anbieter einer solchen Lösung in möglichst vielen Ländern Europas sein. Mit dem offiziellen Markteintritt in Deutschland haben wir bereits einen grossen Meilenstein gesetzt. Unsere Vision ist es aber, Juicar zu einem europäischen Produkt zu machen. Dabei sind die grössten Herausforderungen, weitere Märkte zu erschliessen und gemeinsam mit unseren Partnern zu skalieren. Zudem existieren Möglichkeiten zur Weiterentwicklung von Juicar, z.B. für Geschäftskunden.

Stefan Linder, Hydrogen

Stefan Linder, Head Innovation & Technology Renewable Energy Sources, über die Rolle der Wasserstoffproduktion für emissionsfreie Mobilität

Welche Rolle spielt Wasserstoff in der Verkehrswende?

Um den Klimawandel aufzuhalten, braucht es dringend alternative Energieträger, die CO2-neutral erzeugt werden können. Wasserstoff ist eine optimale Treibstoffalternative zu fossilen Energieträgern wie Benzin und Diesel. Er trägt zur Dekarbonisierung der Industrie und gemeinsam mit der batterieelektrischen Mobilität zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors bei. Grüner Wasserstoff heisst: aus CO2-freien, erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne und Wasserkraft produziert. Speziell im Schwerverkehr, in dem die batterieelektrische Mobilität schwer überbrückbare Nachteile hat, ist er aus meiner Sicht der Schlüssel zu einer sinnvollen und effektiven Transformation von fossilen Brennstoffen auf eine emissionsfreie Mobilität.

Neben der Dekarbonisierung des Schwerverkehrs sind für Wasserstoff alle Anwendungen interessant, bei denen eine Umstellung von fossilen Energieträgern auf Elektrizität entweder technisch, wirtschaftlich, oder politisch schwierig sind. Zum Beispiel nicht elektrifizierte Bahnlinien, die es auch in Deutschland noch vielerorts gibt. Weiter verbraucht die Industrie derzeit viel Wasserstoff, der aus Kohle und Gas gewonnen wird. Diesen Wasserstoff gilt es zu gegebener Zeit ebenfalls auf nachhaltige Quellen umzustellen.

Ein Kritikpunkt ist der hohe Energieverbrauch bei der Herstellung von Wasserstoff. Weshalb sieht Alpiq diesen Energieträger dennoch als umweltfreundliche Alternative zum Verbrennungsmotor?

Die Energieeffizienz ist tatsächlich ein Nachteil von Wasserstoff, sie ist aber nur ein Teil des Puzzles. Am Schluss geht es darum, welche Technologie in welcher Anwendung die grösste Ersparnis von Klimagas-Emissionen erbringen kann. Der Vorteil von Wasserstoff besteht darin, dass seine Produktion perfekt auf das Angebot an stark fluktuierender erneuerbarer Energie abgestimmt werden kann. Dass Wasserstoff zudem in grossen Mengen gespeichert werden kann, macht ihn zum Schlüssel, erneuerbare Energien wie Wind und Sonne fast unlimitiert ausbauen zu können, ohne dass wir Gefahr laufen, erneuerbare Elektrizität abregeln oder in wenig sinnvollen Anwendungen quasi vernichten zu müssen.
Mit der Nutzung von Skaleneffekten und einem konsequenten Ausbau der Verteil-Infrastruktur können die Kosten einer Wasserstoff-Wirtschaft übrigens auf das Niveau von Erdöl gedrückt werden. Dies bedeutet, dass die Dekarbonisierung die Wirtschaft nicht belasten muss. Da im Vergleich zu Erdöl ein grösserer Teil der Produktion lokal erbracht wird, kann Wasserstoff auch das BIP steigern, d.h. volkswirtschaftlichen Wert schaffen.  

Welche Bedeutung haben Energieversorger wie Alpiq in einer elektromobilen Zukunft?

Die elektromobile Zukunft verlangt das Know-how von Autoherstellern und Energieunternehmen gleichermassen. Wir sind Teil dieser Trendwende und gestalten sie aktiv mit: sei dies als Produzentin von erneuerbarem Strom aus Wind, Sonne, und Wasserkraft, von klimaneutralem Wasserstoff, als Entwicklerin von digitalen Mobilitätsdienstleistungen wie Juicar oder als Full-Service-Partnerin für Ladeinfrastruktur. Denken wir daran: Elektrizität ist sozusagen das neue Erdöl, und daher DIE zentrale Energiequelle! Deshalb bin ich zuversichtlich, dass Alpiq auch in der Energiewelt von Morgen eine wichtige Rolle besetzen wird.

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