Vorsicht beim Aufenthalt an der alten Aare

Das sommerliche Wetter lädt viele Leute zum Aufenthalt an der alten Aare zwischen Winznau und Niedergösgen ein. Doch Vorsicht: Der Wasserspiegel im Altlauf kann bei Störungen im Wasserkraftwerk Gösgen unvermittelt ansteigen.

Trotz schönem Wetter ist der Aufenthalt an der alten Aare stets mit Vorsicht zu geniessen. Entlang der gesamten Strecke zwischen Winznau und Niedergösgen weisen Warntafeln auf die Gefahr eines möglichen Hochwassers hin. Ein Hochwasser bei Sonnenschein? Eine Betriebstörung im Wasserkraftwerk Gösgen kann das Wasser unterhalb des Stauwehrs plötzlich anschwellen lassen. Der Ausfall einer Turbine verzehnfacht unter Umständen die Wassermenge in der Restwasserstrecke. Die Atel rät ab, die bei tiefem Wasserstand problemlos zugänglichen Inseln für eine Grillparty aufzusuchen. Der Aufenthalt an den Ufern sollte so geplant werden, dass ein Rückzug in höher gelegene Stellen jederzeit möglich ist.

Atel bittet die Bevölkerung, diese Vorsichtsmassnahmen zu beachten. Die Situation ist keineswegs neu. Schon seit das Wasserkraftwerk Gösgen in Betrieb ist - also seit mehr als 80 Jahren - sind Schwallerscheinungen in der alten Aare aufgrund von Betriebsunterbrüchen im Kraftwerk möglich.

Auslöser für den Hinweis auf die Vorsichtsmassnahmen ist ein glimpflich abgelaufener Vorfall vor Pfingsten. Ansteigendes Wasser hielt mehrere Personen auf einer Aare-Insel auf dem Gemeindegebiet von Niedererlinsbach gefangen. Eine der fünf Maschinengruppen im Wasserkraftwerk Gösgen war mitten in der Nacht wegen einer Störung für rund eine Stunde ausgestiegen. Der Ausfall bewirkte Schwankungen im Wasserstand, die sich erst nach mehreren Stunden ausgeglichen hatten.

Aare-Tessin AG für Elektrizität Kommunikation und Energiepolitik