Lawine verschüttete Hochspannungsleitung

Seit gestern Donnerstag, 25. Februar 1999, ist die 380-kV-Hochspannungsleitung der Aare-Tessin AG für Elektrizität (Atel) über den Lukmanier-Pass unterbrochen. Eine künstlich ausgelöste Lawine beschädigte die Leitung um 15.30 Uhr im unteren Teil des Val Medel auf einer Länge von rund 500 Metern.

Strom-Transversale über Lukmanier ausser Betrieb

Erkundungsflüge der Atel haben gezeigt, dass ein Mast mitgerissen wurde und die Leiterseile auf dem Boden liegen. Sobald die Gefahrensituation eine Begehung des Geländes zulässt, wird die Atel unverzüglich eine Notleitung erstellen.

Die Hochspannungsleitung über den Lukmanier-Pass ist eine der beiden wichtigen Nord-Süd-Transportachsen der Atel. Die 380-kV-Leitung gehört einerseits zum Rückgrat des schweizerischen Höchstspannungsnetzes, anderseits erfüllt sie eine wichtige Funktion im europäischen Transportnetz. Das Nord-Süd-Verbindungsnetz ist in den Alpen bereits an mehreren Orten gestört. Die noch in Betrieb stehenden Stromleitungen werden dadurch erheblich stärker belastet. Sollten weitere Transportinstallationen ausfallen, können ernste Energieengpässe nicht ausgeschlossen werden.

Der durch die Lawine verursachte Gesamtschaden geht in Millionenhöhe. Die Staatsanwaltschaft Graubünden hat die Kantonspolizei damit beauftragt, die genaueren Umstände, die zur künstlichen Auslösung der Lawine durch Dritte geführt haben, abzuklären.

Aare-Tessin AG für Elektrizität Kommunikation und Energiepolitik