Atel fordert mehr Wettbewerb

Der Nationalrat hat gestern Vorentscheide gefällt, welche die Liberalisierung des Strommarktes Schweiz näher rücken lassen. Atel begrüsst diese Entwicklung und erachtet es als wichtig, dass der Nationalrat seine Beratungen zum EMG noch in der Frühjahressession zu Ende führt und auch der Ständerat möglichst schnell die Weichen für einen freien Strommarkt Schweiz stellt.

Kein echter Wettbewerb mit Monopolgesellschaft Atel ist der Auffassung, dass der Zwang zur Schaffung einer neuen Monopolgesellschaft im Bereich der Übertragungsnetze weder im Interesse der Schweizer Konsumenten noch der Wirtschaft ist. Mit der im Erstrat verabschiedeten Variante, das Übertragungsnetz durch eine einzige nationale Netzgesellschaft betreiben zu lassen, besteht die Gefahr, die Ziele der Marktöffnung zu unterlaufen und das Übertragungsnetz vom Wettbewerb auszunehmen.

Wettbewerb unter Netzbetreiberinnen notwendig Die Atel zieht eine Lösung mit mindestens zwei Übertragungsnetzbetreiberinnen als marktwirtschaftlich effizienter vor. Zwei Netze sind eine der Voraussetzungen eines offenen Strommarktes Schweiz. Nur dann werden echte Vergleiche zwischen den Kostenstrukturen der Netzbetreiberinnen - auch zum Ausland - und damit Wettbewerb in diesem Bereich möglich.

Aare-Tessin AG für Elektrizität Kommunikation und Energiepolitik