Klärwerk Werdhölzli

Klärwerk Werdhölzli

Alpiq schafft mit digitaler Technologie Mehrwert

Alpiq hat die neue „Energy Artificial Intelligence“-Plattform entwickelt. Diese Plattform schafft durch Vernetzung von Daten, wie beispielsweise von Kraftwerken, Verbrauchern, Energiemärkten oder Wetterinformationen, für Kunden und Partner Mehrwert im Energieökosystem. Nahe Echtzeit werden optimale Entscheidungen berechnet und Steuersignale an Kraftwerke ausgegeben, um für alle Teilnehmer in der Energiewertschöpfungskette kontinuierlich wirtschaftlichen Nutzen zu maximieren. Nach dem Ablauf „Messen – Denken – Handeln“ setzt das künstliche Gehirn für jeden Kunden und jede Anlage den optimalen Einsatz um. Ohne deren Kernprozesse, Versorgungssicherheit oder beliebige weitere Randbedingungen zu beeinträchtigen.

Synergien in Echtzeit nutzen

Energiemärkte werden zunehmend schneller, komplexer und vernetzter. Die Folgen der Energiewende in Europa: Dekarbonisierung, Penetration neuer Erneuerbarer, Dezentralisierung, Ausstieg aus Nuklearkraft, Photovoltaik und Batterien, Elektromobilität. Deswegen wird es immer wichtiger, alle verfügbaren Teilnehmer ganzheitlich in die Energiewertschöpfungskette zu integrieren. Damit können die Synergien aller zentralen und dezentralen Anlagen optimal für den wirtschaftlichen Mehrwert genutzt werden. Sowohl für den individuellen Anlagenbesitzer wie auch aus volkswirtschaftlicher Sicht. Dafür sind digitale Technologien und Kompetenzen nötig. Alpiq bietet sie mit der „Energy Artificial Intelligence“-Plattform.

Leuchtturmprojekt Zürich-Werdhölzli

Seit Ende 2016 steuert die „Energy Artificial Intelligence“-Plattform von Alpiq zwei Klärgas-Blockheizkraftwerke auf der Abwasserreinigungsanlage Werdhölzli in Zürich und reduziert die Netznutzungskosten erheblich. Der Strombedarf nimmt bei plötzlichem Anstieg der in der Anlage anfallenden Abwassermenge und Konzentration stark zu, in komplexer Abhängigkeit von Einflüssen wie Regen, WC-Nutzung über den Tag und weiterer Faktoren. Dies führt zu Bezugsspitzen vom Netz, was hohe Kosten verursacht. Alpiqs Plattform wertet Echtzeitdaten aus, um diese Lastspitzen vorauszusagen und zu vermeiden. Droht eine, so werden bis zu 1.8 MW Leistung der Klärgas-Blockheizkraftwerke zugeschaltet, um die Bezugsspitzen abzufangen. Damit wird für diese dezentrale, erneuerbare Energieerzeugungsanlage ein Mehrwert geschaffen, indem die Energiekosten der Anlage deutlich reduziert werden ohne Abstriche beim Kerngeschäft und unter Einhaltung maximaler Sicherheit zum Schutz vor Fremdeinwirkung. Indirekt entsteht zudem ein Nutzen für das lokale Verteilnetz, indem Lastspitzen vermieden werden.

Auch für die Zukunft ist der Anlagenbetreiber bestens gerüstet: Kommen beispielsweise dynamischere Anreize in der Netznutzung oder auf dem Energiemarkt auf, kann der Optimierungsalgorithmus in der Cloud „per Mausklick“ angepasst werden.

Alpiqs Anwendung von digitaler Technologie wurde von der „Renewable Grid Initiative“ als innovationsführend und zukunftsweisend mit dem „Good Practice Award“ ausgezeichnet.

Pressemitteilung


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