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Alpiq in: Europa

Damit der Strom auch in Zukunft fliesst

Die Schweizerische Stromversorgung zeichnet sich aus durch Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. Sie basiert auf den beiden Pfeilern Wasserkraft und Kernenergie und ist daher weitgehend CO2-frei.

Energiestrategie 2050

Im Nachgang zu den Reaktorunfällen in Fukushima haben Bundesrat und Parlament den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen. Das bedeutet, dass 40% der Stromproduktion mittelfristig ersetzt werden müssen. In seiner Energiestrategie 2050 sieht der Bundesrat vor, die wegfallende Kernenergie zur Hälfte durch Verbrauchsreduktionen und zur Hälfte durch den Zubau erneuerbarer Energien (Wasserkraft, Solar- und Windenergie), durch fossile Stromproduktion (Gaskraftwerke und Wärme- Kraft-Koppelungs-Anlagen) und mit Importen zu ersetzen.

Der grundlegende Umbau des Stromversorgungssystems Richtung dezentraler und unregelmässiger Produktion soll mit strengeren Vorschriften, einer Ausweitung des Fördersystems und in einem zweiten Schritt mit einer Energie-Lenkungsabgabe oder Steuerreform erreicht werden. Das erste Massnahmenpaket wurde vom Parlament am 30. September 2016 verabschiedet und tritt vorbehaltlich eines Referendums 2018 in Kraft.


Gesamtenergieverbrauch bis 2050 um 50 Prozent senken

Die Energiestrategie des Bundesrats sieht neben dem Atomausstieg auch hohe klimapolitische Ziele vor. So sollen der Energieverbrauch pro Kopf bis 2050 um 50% sinken, der Verbrauch von Heizöl und Benzin um 90% zurückgehen und die CO2-Emissionen um 75% reduziert werden. Diese Ziele sind umso ambitionierter, als ja auf der andern Seite die weitgehend  CO2-freie Kernenergie wegfallen soll und der Zubau fossiler Stromproduktion und der Import von u. a. fossil produziertem Strom aus dem Ausland nötig werden könnte.


Unsere Position

Alpiq steht der Energiestrategie 2050 grundsätzlich positiv gegenüber. Die Strategie funktioniert aber nur mit einer wettbewerbsfähigen inländischen Stromproduktion. Dafür muss die Politik die Voraussetzungen schaffen; das Parlament hat hier mit der Marktprämie für die Grosswasserkraft ein wichtiges Zeichen gesetzt. Es sind aber neue Marktmodelle notwendig, um die Rentabilität der heimischen Stromproduktion wieder herzustellen. Nur so kann die Basis für die Umsetzung der Energiestrategie 2050 nachhaltig stabilisiert werden.