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Alpiq in: Europa

Elektrizität: ein überzeugender Energieträger der individuellen Mobilität

Die Schweiz möchte bis 2020 ihre Treibhausgas-Emissionen um 20 Prozent reduzieren (Referenzjahr: 1990). Um dieses Ziel zu erreichen, müssen jene Bereiche verbessert werden, die den höchsten CO2-Ausstoss des Landes aufweisen, nämlich Transport (45%) und Heizung (55%, Stand 2011). Um hier anzusetzen, bedarf es eines Wechsels weg von fossilen Brennstoffen hin zur Elektrizität: So sollen Gebäude in Zukunft mit Wärmepumpen geheizt und der Individualverkehr dank Elektrofahrzeugen klimafreundlicher werden.

CO<sub>2</sub>-Emissionen in der Schweiz

CO2-Emissionen in der Schweiz
Quelle: BAFU, 2011


Doppelte Herausforderung

Unser Land ist zu 78.5%  vom Import fossiler Brennstoffe abhängig (Stand 2010). Öl- und Gasimporte machen heute rund zwei Drittel des Primärenergieverbrauchs aus. Damit steht die Schweiz vor einer doppelten Herausforderung: Sie muss einerseits die Risiken einer möglichen Erdölverknappung und den damit verbundenen Preisanstieg minimieren und andererseits mit einer drastischen Reduzierung der Treibhausgase auf die Klimaproblematik reagieren.

Um diese Ziele zu erreichen, muss die Schweiz die Energieeffizienz verbessern, den Anteil erneuerbarer Energien ausbauen und die internationale Zusammenarbeit stärken. Das sind auch Zielsetzungen der neuen Energiestrategie 2050 des Bundesrats.

CO<sub>2</sub>-Emissionen im Strassenverkehr

CO2-Emissionen im Strassenverkehr (2010)
Quelle: BAFU


Intelligente Elektrifizierung

Um bei der Energieeffizienz nachhaltige Fortschritte zu erzielen, ist eine intelligente Elektrifizierung der Schweizer Wirtschaft unerlässlich. So könnte beispielsweise der Einsatz von Elektrofahrzeugen, die aus dem öffentlichen Stromnetz gespeist werden, erheblich dazu beitragen, die Zielsetzungen der Klima- und Energiepolitik des Bundes zu erreichen. Voraussetzung dazu ist allerdings ein weiterhin CO2-armer Strommix.


Die Schweiz als Förderin der elektrischen Mobilität

Dank der praktisch CO2-freien Produktion in der Schweiz könnte Strom einen wichtigen Beitrag zur Entkarbonisierung des Strassenverkehrs in der Schweiz leisten. Gemäss einer von Alpiq in Auftrag gegebenen Studie würde eine Marktdurchdringung mit Elektrofahrzeugen von 15 Prozent den gesamten CO2-Ausstoss des Schweizer Individualverkehrs um ca. 10 Prozent verringern. Mit ihrer hohen Fahrzeugdichte ist die Schweiz ein idealer Testmarkt für Elektrofahrzeuge in Europa.

Dieses Szenario würde die ganzen durch den Transportsektor verursachten CO2-Emissionen um 1,6 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren, was immerhin etwa 10 Prozent der im Jahr 2010 durch Privatfahrzeuge generierten Emissionen entspricht (s. Grafik).

Sollten Elektrofahrzeuge in Zukunft 15 Prozent des Schweizer Fuhrparks ausmachen (2011 waren es 0.4%, d.h. 23'000 von 5.5 Mio immatrikulierten Fahrzeugen), müsste die Schweizer Stromproduktion lediglich um 2 Prozent erhöht werden. Damit den Elektrofahrzeugen der Durchbruch wirklich gelingt, braucht es aber erst einmal günstige Rahmenbedingungen. Dazu gehört die Einrichtung eines flächendeckenden Tankstellen-Netzes, das auf das bestehende Stromnetz zurückgreift. Hier sieht Alpiq zukunftsweisende Geschäftsmöglichkeiten. Mit der Alpiq E-Mobility AG und mit Kooperationen mit Automobilherstellern sollen diese konsequent umgesetzt werden. 2012 hat sich Alpiq E-Mobility schon an der Gründung der Interessensgemeinschaft EVite beteiligt. Das Projekt EVite hat das Ziel, in der Schweiz ein flächendeckendes Netz an Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge aufzubauen. Die erste Ladestation an der Autobahnraststätte Kölliken-Nord an der A1 in Fahrtrichtung Bern ist seit November 2012 in Betrieb.