Energiepolitik ist Wirtschaftspolitik
Energiepolitik steht im Spannungsfeld zwischen Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit.
Alpiq hat sich in diesem komplexen Umfeld klar positioniert. Wir handeln im Einklang mit der Energiestrategie des Bundesrates und leisten in allen vier von der Landesregierung definierten Handlungsfeldern einen substantiellen Beitrag: in der Energieeffizienz, bei der Förderung erneuerbarer Energien, bei der Planung und dem Bau von Grosskraftwerken und in der Energieaussenpolitik.
Wie viele international ausgerichtete Unternehmen setzt Alpiq grosse Hoffnungen in ein stärkeres wirtschaftspolitisches Engagement der Schweiz im Ausland. Bereits heute leisten Schweizer Stromspezialisten wichtige Arbeit in europäischen Gremien. Im Interesse der Versorgungssicherheit muss die Schweiz ihre Mitsprachemöglichkeiten in Europa wahrnehmen und ausbauen.
Ein erster wichtiger Schritt ist getan: Seit 1. Januar 2009 ist das neue Stromversorgungsgesetz in Kraft. Die Schweiz stellt im liberalisierten Strommarkt Europa keine Insel mehr dar. Unternehmen mit einem Strombedarf von mehr als 100 Megawattstunden pro Jahr können ihren Energiepartner frei wählen. Alpiq bietet in diesem Bereich professionelle Beratung und massgeschneiderte Angeboten.
Mit dem Stromversorgungsgesetz ist jetzt zwar die Rechtssicherheit für einen wirtschaftlichen und ökologisch sinnvollen Austausch von Strom mit dem Ausland festgelegt. Auch die schweizerische Netzgesellschaft und die Regulierungsbehörde wurden institutionalisiert. Trotzdem entspricht das Gesetz nicht in vollem Umfang den Vorstellungen von Alpiq. Die zweistufige Marktöffnung mit einer willkürlichen Schranke bei 100 Megawattstunden Verbrauch und die Referendumsmöglichkeit nach fünf Jahren vor einer vollständigen Öffnung schaffen Rechtsunsicherheit und verhindern ein optimales Vorgehen in den neuen Marktstrukturen. Bei der Ausgestaltung der nationalen Netzgesellschaft ist man über die Anforderungen der EU hinausgegangen. Das Ziel eines transparenten, nicht diskriminierenden Netzzugangs wäre aus unserer Sicht mit wenigen regulatorischen Massnahmen zu erreichen. Alpiq unterstützt die Förderung der erneuerbaren Energien, hätte allerdings wettbewerbsverträgliche und marktorientierte Instrumente, welche die Effizienz stärker berücksichtigen, bevorzugt. Dennoch hält Alpiq das neue Regelwerk für einen tragfähigen Kompromiss.
