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Alpiq in: Europa

Windenergie in der Schweiz

Windkraftanlage Le Peuchapatte 

Saubere Energie: Windkraftanlage Le Peuchapatte

Laut Statistik der erneuerbaren Energien der Schweiz haben im Jahr 2013 37 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 60 MW rund 90 GWh Strom produziert. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 4500 kWh entspricht dies in etwa dem Verbrauch von rund 20‘000 Haushalten oder rund 0,15 Prozent des Schweizer Stromverbrauchs. Die gleiche Strommenge wird im Kernkraftwerk Gösgen in rund 5 Tagen produziert.

In seiner Energiestrategie 2050 rechnet der Bundesrat mit einem Windkraftpotential in der Schweiz von rund 4000 GWh. Das wäre eine Vervierzigfachung des heutigen Zustands. Vorausgesetzt werden sog. optimierte Nutzungsbedingungen; damit sind im wesentlichen gelockerte Schutzbestimmungen und schlankere Bewilligungsverfahren gemeint. Wie weit sich das errechnete Potenzial verwirklichen lässt, entscheidet sich letztlich in kantonalen und kommunalen Volksabstimmungen und Bewilligungsverfahren vor Ort. Am 18. Mai 2014 haben sich z. B. die Neuenburger Stimmbürgerinnen und Stimmbürger für die Globalbewilligung zum Bau von 59 Windkraftwerken auf den Jurahöhen ausgesprochen.


Das grösste Windkraftwerk der Schweiz steht auf dem Mont Croisin im Berner Jura und umfasst 16 Anlagen mit einer Gesamtproduktion von rund 40 GWh (2013). Es wird laufend modernisiert. Die neusten Turbinen verfügen über eine Leistung von 2 MW und sind 140 m hoch. Der Rotordurchmesser liegt bei 90 m.


Alpiq betreibt das zweitgrösste Windkraftwerk der Schweiz. Es liegt bei Le Peuchapatte in den Freibergen im Kanton Jura. Es besteht aus 3 Turbinen, die jährlich rund 13.5 GWh Strom liefern. Alpiq achtet auf einen möglichst umweltschonenden und immissionsarmen Betrieb in angemessenen Abstand zu Wohngebieten. Den Grossteil ihres Windstroms produziert Alpiq aber im Ausland. Dort sind die Windverhältnisse meist besser und die Rahmenbedingungen günstiger.


Klimatischen Voraussetzungen für die Windkraft in der Schweiz

Die klimatischen Voraussetzungen für die Windkraft sind regional verschieden. Sie  prädestinieren die Schweiz insgesamt nicht zum Windland.

Die besten Standorte mit viel Wind befinden sich vor allem auf den Jurahöhen und in den Voralpen. Auch in den Alpen besteht ein Potenzial, das allerdings durch die erschwerte Zugänglichkeit vieler Standorte begrenzt ist. Hier sind es vor allem die Alpenpässe, die als mögliche Standorte in Frage kommen. Hinzu kommt, dass viele Projekte bekämpft werden. Befürchtete Lärmemissionen sowie der Landschafts- und Vogelschutz sind die häufigsten Gründe für Einwendungen gegen Windkraftprojekte.

Aufgrund der Unstetigkeit des Windes ist Windenergie nur unregelmässig verfügbar. Sie kann darum nur im Verbund mit anderen Energiequellen genutzt werden, zum Beispiel im Zusammenspiel mit Wasserkraftwerken – Stauseen und Pumpspeicherkraftwerken. Diese stehen jederzeit bereit, im Fall von Windstille einzuspringen und Strom zu produzieren.